Wie viel Eigenkapital braucht man für ein Haus?
- Mindestens: alle Kaufnebenkosten (10 – 15 % des Kaufpreises) aus Eigenkapital
- Solide: 20 % der Gesamtinvestition (Faustregel der meisten Banken)
- Optimal: 30 % oder mehr — sichert Bestkonditionen
- Premium: ab 40 % oft Sollzinsen unter dem Marktdurchschnitt
Beispiel: Eigenkapital für 350.000 € Immobilie
- Mindesteigenkapital (Nebenkosten ~12 %): 42.000 €
- 20 % der Gesamtinvestition (392.000 €): 78.400 €
- 30 % der Gesamtinvestition: 117.600 €
Was zählt als Eigenkapital?
- Bargeld, Tagesgeld und Festgeld
- Wertpapiere, ETFs und Investmentfonds
- Bausparguthaben und zuteilungsreife Bausparverträge
- Lastenfreies Grundstück (Verkehrswert wird angerechnet)
- Lebens- und Rentenversicherungen mit Rückkaufswert
- Privatdarlehen aus der Familie (mit Vertrag)
- KfW-Förderungen (zählen teilweise als wirtschaftliches Eigenkapital)
Beleihungsauslauf — der Zinsschlüssel
Der Beleihungsauslauf (BLA) ist das Verhältnis von Darlehensbetrag zum Beleihungswert der Immobilie. Bis 60 % BLA: Bestkonditionen. Bis 80 %: leichter Zinsaufschlag. Über 90 % BLA: deutliche Aufschläge von 0,3 % bis 1,0 %.
110-Prozent-Finanzierung — sinnvoll?
Eine Vollfinanzierung ohne Eigenkapital ist möglich, aber teuer: Der Zinsaufschlag beträgt häufig 0,5 % – 1,0 %. Bei 300.000 € Darlehen über 30 Jahre können das 30.000 € bis 60.000 € Mehrkosten sein. Sinnvoll nur bei sehr gutem Einkommen, sicherem Beamten- oder Festanstellungsverhältnis und niedrigem Lebensalter.
Eigenkapital aufbauen — wie lange dauert es?
Wer monatlich 500 € spart, hat nach 10 Jahren rund 60.000 € beisammen (ohne Zins). Mit ETF-Sparplan und 5 % Rendite werden daraus rund 78.000 €. Kombinieren Sie Tagesgeld (Notgroschen), ETF (Vermögensaufbau) und Bausparen (Zinssicherung).
Direkt simulieren
Im Finanzierungsrechner sehen Sie sofort, wie sich verschiedene Eigenkapitalquoten auf Monatsrate und Tilgungsplan auswirken.