Wie hoch ist die Maklerprovision beim Hauskauf?
Üblich sind in Deutschland 7,14 % inkl. 19 % MwSt. auf den Kaufpreis, zu gleichen Teilen von Käufer und Verkäufer getragen — also je 3,57 %. Die Provisionshöhe ist gesetzlich nicht festgelegt und damit grundsätzlich verhandelbar.
Beispiel: Maklerprovision für 350.000 €
- Gesamtprovision (7,14 %): 24.990 €
- Käuferanteil (3,57 %): 12.495 €
- Verkäuferanteil (3,57 %): 12.495 €
Was sagt das Bestellerprinzip-Gesetz?
- Mindestens 50 % der Provision trägt der Auftraggeber des Maklers (§ 656c BGB).
- Die andere Partei darf nicht stärker belastet werden als der Auftraggeber.
- Doppelprovisionen müssen schriftlich vereinbart sein.
- Ohne wirksamen Maklervertrag besteht kein Provisionsanspruch.
- Gilt nur für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, nicht für Mehrfamilienhäuser oder Gewerbe.
Wer zahlt den Makler beim Wohnungskauf?
Beim Kauf einer Eigentumswohnung gilt seit 2020 dasselbe Prinzip wie beim Hauskauf: Käufer und Verkäufer teilen sich die Provision zu gleichen Teilen. Vor 2020 zahlte regional unterschiedlich der Käufer in vielen Bundesländern (z. B. Berlin, Hamburg, Hessen) die volle Provision.
Wie kann ich Maklerprovision sparen?
- Privat angebotene Immobilien suchen (z. B. Kleinanzeigen, eBay)
- Provision bei Vertragsabschluss aktiv verhandeln (häufig 1 – 2 % möglich)
- Auf wirksamen Maklervertrag mit dem Verkäufer achten
- Bei Vermietungsobjekten: Provision als Anschaffungsnebenkosten steuerlich ansetzen
Maklerkosten in der Gesamtrechnung
Die Maklerprovision ist neben der Grunderwerbsteuer und den Notar- und Grundbuchkosten der größte Einzelposten der Kaufnebenkosten. Berechnen Sie alle Posten zusammen im Kaufnebenkosten-Rechner.